Die Philosophen und ihre Kerngedanken
Folge 4: Pragmatismus und Lebensphilosophie
Poller, Horst
2008, Laufzeit 240 Min, 3 Audio CDs, (Lau)
Bestell-Nr. 147109

15,95 EUR

Mit Beginn des 20. Jahrhunderts schienen zunächst ruhigere Zeiten einzukehren, auch in der Philosophie. In Amerika hatte mit William James der Pragmatismus auf sich aufmerksam gemacht und in Europa entwarf Henri Bergson seine Lebensphilosophie, der die Aufklärung mit ihrer ausschließlichen Orientierung an der Vernunft zu einseitig erschien. Doch dann brach 1914 der Erste Weltkrieg aus, Nationalismus und Imperialismus hatten den Konflikt ausgelöst und der Sozialismus führte zur Revolution. Nach dem Krieg kamen die Ideologien, Marxismus, Faschismus und Nationalsozialismus an die Macht, mit der Folge, dass der Zweite Weltkrieg Zerstörung und Not über die Welt brachte. Für die Philosophie war die Zeit zwischen den Kriegen eine kritische, aber auch fruchtbare Zeit. Mit Max Weber rückte die Soziologie in den Blickpunkt, Sigmund Freud übte mit seiner Psychoanalyse großen Einfluss aus, Kulturphilosophen wie Oswald Spengler machten von sich reden, und mit Jaspers, Heidegger und Sartre hatte die Existenzphilosophie neue Wege des Denkens eingeschlagen. In der Philosophie wie in der Politik hatte zwischen den Kriegen eine Auseinandersetzung begonnen, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg fortsetzte. Der radikale Sozialismus, den Marx propagiert hatte und der im Marxismus-Leninismus in der Sowjetunion seine härteste Ausprägung fand, forderte freiheitliche Denker und Wirtschaftswissenschaftler wie Ludwig von Mises zum Widerspruch heraus. Im Nachkriegsdeutschland bewirkte Ludwig Erhards freiheitliche Witschaftspolitik ein Wirtschaftswunder, während die intellektuelle Szene stark vom Neomarxismus der Frankfurter Schule geprägt war.
 

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