Der Aufbau der realen Welt
Grundriss der allgemeinen Kategorienlehre
Hartmann, Nicolai
1964, 559 S, Gb, (Gruyter)
Bestell-Nr. 147464

85,00 EUR

In seinen frühen Arbeiten bis einschließlich zur Habilitation stand Hartmann auf dem Boden des Neukantianismus und des von ihm vertretenen Idealismus mit seiner Lehre einer konstituierenden Setzung von Realität durch den Geist. 1921 wandte er sich in seinem Werk "Grundzüge einer Metaphysik der Erkenntnis", das ihn schlagartig berühmt machte, gegen die Marburger Tradition und vertrat nun entschieden die Auffassung, dass die Realität unabhängig von der subjektiven Wahrnehmung existiere. Erkenntnis war nun für Hartmann ein Vorgang, in dem ein vom erkennenden Subjekt verschiedenes Objekt im Bewusstsein abgebildet wird. In dem 1940 erstmals erschienenen Hauptwerk vom "Aufbau der realen Welt" entwickelt Hartmann in klarer und dabei zugleich fesselnder Sprache eine entsprechende Ontologie, mit der er sich absetzt von zahlreichen Anschauungen, die vom Grundfehler des Monismus ausgehen. 3. Aufl, blaues OLn m. goldgepr. Titel, sauberes,. sehr gutes Ex.
 
So kritisiert Hartmann unmittelbar die monistische Weltsicht bei Hegel und Marx. "Beide suchen von einer einzigen Phänomengruppe aus das Ganze des geschichtlichen Seins zu verstehen. Bezeichnet man innerhalb des Ganzen das geistige Sein als die höhere Schicht, das wirtschaftliche als die niedere, so lässt sich formelhaft sagen: Hegel sucht das Ganze 'von oben her' zu begreifen, Marx 'von unten her'. Hegel lässt keinen Raum dafür, dass neben dem Geist und seiner Selbstverwirklichung auch noch ökonomische Dinge selbständig in die geschichtliche Entwicklung eingreifen können; Marx wiederum sieht keinen Spielraum ursprünglich geistiger Tendenzen neben den Auswirkungen der Produktion vor."
 

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