Briefe durch die Mauer
Briefwechsel 1954-1994 zwischen Ernst und Karola Bloch sowie Jürgen und Johanna Teller
Bloch / Frommann / Schröter
2009, 344 S, Kt, (Talheimer)
Bestell-Nr. 148076

28,00 EUR

In mehr als zweihundert Schriftstücken zeigt sich in diesem Band ein deutscher-deutscher Briefwechsel der besonderen Art, der hier zum ersten Mal fast vollständig zugänglich gemacht wird. Zwischen 1954 und 1994 gingen „Briefe durch die Mauer“ von Leipzig nach Tübingen, von Tübingen nach Leipzig. Der Philosoph Ernst Bloch, die Architektin Karola Bloch, der Philosoph Jürgen Teller und die Galeristin Johanna Teller pflegten ihre Freundschaft und tauschten ihre politisch-philosophischen Meinungen aus. Opposition-Ost im Dialog mit Opposition-West sandte Botschaften unter den Decknamen „Marcion“, „Polonia“, „Tellheim“ und „Minna von Barnhelm“ zum Teil verschlüsselt, um die DDR-Zensur zu verwirren. Sie folgen dem Tellheim-Leitmotiv „Von der Macht Blochscher Philosophie so absolut gefangen“. Sie stoppen ein Jahr vor Jürgen Tellers Tod. 1977 war Ernst Bloch gestorben und im Sommer 1994 endete das Leben von Karola Bloch. Mit der Veröffentlichung des Briefwechsels in diesem Band entsteht zugleich ein Impuls für eine Erweiterung der Rezeption der Werke von Jürgen Teller, der in Leipzig als Schüler Blochs unter der Drangsalierung der DDR-Staatssicherheit zu leiden hatte, nachdem die Blochs 1961 die DDR kurz vor der Schließung der Mauer verlassen hatten. „Es gibt viel zu tun mit dem vollendeten Werk, damit es nicht ,fertig gemacht‘ wird zum schnellen Gebrauch oder zur abgetanen Gestalt. Ich will dabei helfen. Der revolutionäre Geist Ernst Blochs wird sich durchsetzen, aber nur mit denen, die ihn begreifen und verwirklichen“ (Jürgen Teller).
 

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