Platons Politeia
Philosophie. Pluralität. Gerechtigkeit
Günter, Andrea
2010, 128 S, Kt, (Passagen)
Bestell-Nr. 150097

14,90 EUR

Was will eine Seele, die nicht aufgrund des Mangels, sondern in Anbetracht ihres Habens begehrt, und dieses Begehren Gerechtigkeit nennt? Was ist dann Gerechtigkeit, was außerdem das Politische? Platon entwickelt in der Politeia eine Theorie über das Politische, die zum Ausgangspunkt nimmt, dass die Seele das Mehr zum Haben und Haben-Wollen ergreifen will. Diese Disposition des Begehrens evoziert die Suche danach, welche Dynamik Gerechtigkeit sein könnte. Gerechtigkeit ist kaum mehr idealistisch oder pragmatistisch zu verstehen. Sie kann vielmehr als libidinös-politische Kraft Wirkungen entfalten. Hierzu, so Platon, muss sie sich vor allem an etwas „Unglaublichem“ bewähren: an der Geschlechtergerechtigkeit als Inbegriff von Ethik, Pluralität, Kulturation. Verfügt das Begehren über das Vermögen, menschliches Gemeinsames hervorzubringen? Platons Text kann als konzeptionelle Alternative des Politischen nach dem Tod der großen Erzählungen und Ideen rekonstruiert werden.
 

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