Bruno Bauer (1809-1882)
Ein „Partisan des Weltgeistes“?
Kodalle / Reitz (Hg)
2010, 280 S, Kt, (K&N)
Bestell-Nr. 150148

48,00 EUR

Mit der plakativen Rede vom „Zusammenbruch des Hegelschen Systems“ überspringt man subtile Theoriedebatten. Nonkonforme Denker, die ihr Urteil an Hegel geschult hatten, suchten ihn in radikaler Konsequenz zu übertreffen – und brachten dadurch das Vermittlungsgefüge seines Systems tatsächlich zum Einsturz. In Texten wie denen Bruno Bauers werden die Potentiale der ‚dialektischen Bewegung’ gegen die von Hegel intendierte Syntheseleistung ausgespielt. Das hat gravierende Konsequenzen für die philosophische Erschließung sämtlicher Wirklichkeitsbereiche. Bruno Bauer teilt sich den Platz als führender Junghegelianer mit Feuerbach, Marx und Stirner. In mindestens drei Hinsichten hat er jedoch eine einzigartige Position: als theologisch satisfaktionsfähiger Religionskritiker, als Theoretiker der Möglichkeiten radikaler Kritik und als wohl erster Deutscher, der die sozial prekäre Existenzform des modernen Intellektuellen in ihren verschiedenen Spielarten erprobte. Die interdisziplinären – theologischen, philosophischen und soziologisch-politologischen – Beiträge des Sammelbandes, an dem Experten aus Europa, USA/Canada und Asien mitwirken, machen Bauers Wirken aus Anlass seines 200. Geburtstages transparent und leuchten auch sein Verhältnis zum junghegelianischen Umkreis aus. Der Titel des Buches verweist auf Carl Schmitt. Diese Publikation enthält auch Neues zur Erschließung der Konstellation Bruno Bauer / Carl Schmitt.
 

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