Die doppelte Natur des menschlichen Intellekts bei Aristoteles
Jung, Christian
2010, 240 S, Kt, (K&N)
Bestell-Nr. 150154

36,00 EUR

Die Intellektlehre des Aristoteles ist seit der Antike kontrovers. Insbesondere in der Frage nach dem aktiven Intellekt herrscht keine Einigkeit: Ist er Teil der Seele oder von ihr getrennt? Wie verhält er sich zum passiven Intellekt? Ist er identisch mit dem Gott der Metaphysik? Antworten auf diese Fragen erfordern ein akribisches Textstudium. Daher wird in dieser Arbeit zunächst der grundlegende Text, De anima III 4-5, im bereinigten Original gegeben, übersetzt, kommentiert und interpretiert. Dabei werden die klassischen Fragen der Interpretationsgeschichte seit der Antike behandelt. Es folgt eine Untersuchung des Intellektbegriffs in anderen Werken des Aristoteles, v.a. Zweite Analytiken, Nikomachische Ethik und Metaphysik. Aus diesem Gesamtbefund ergibt sich die Auffassung des Autors, dass Aristoteles den aktiven Intellekt als unsterbliches Aktualitätsprinzip in der Seele konzipiert. In dieser und manch anderer Hinsicht ist Aristoteles Platon verpflichteter, als oft angenommen wird. Auch die Auffassung etwa, dass dem aktiven Intellekt bei Aristoteles eine Abstraktionstätigkeit zukomme, erweist sich am Text als haltlos. Das vorliegende Buch will zunächst vor allem Textquelle für ein intensiveres Studium dieser für die abendländische Philosophie zentralen Texte sein, die durch einen philologischen und inhaltlich umsichtigen Kommentar erschlossen werden.
 

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