Natur und Struktur der Kräfte
Thaliath, Babu
2010, 200 S, Kt, (K&N)
Bestell-Nr. 150196

39,80 EUR

Die Wissenschaft der Mechanik untersucht die Natur und Struktur der statischen und dynamischen Kräfte, die den irdischen und den kosmischen Phänomenen innewohnen. Die unsichtbaren Kräfte und Kraftstrukturen werden intuitiv oder in einer intuitiven Visualisierung erkannt. Die Visualisierung der Kraftstrukturen kommt im geometrischen Modus zustande; sie ist eine „strukturelle Intuition“ (Martin Kemp), durch die wir die Natur und Struktur der Kräfte und Kraftkonstellationen, die in den statischen und den dynamischen Phänomenen latent sind, intuitiv wahrnehmen. In dieser Abhandlung wird der Versuch unternommen, die epistemologischen Prozesse, die der intuitiven Visualisierung mechanischer Kraftstrukturen zugrunde liegen, zu untersuchen. Die Vorstellung von einer grundlegenden Korrelation zwischen den Raumwissenschaften (Geometrie, Mechanik und Optik), wie sie sich in statischen und in dynamischen Kraftstrukturen erkennen lässt, bildet dabei den Ausgangspunkt. Die intuitive Erkenntnis der statischen und dynamischen Kraftstrukturen setzt unweigerlich eine derartige raumwissenschaftliche Korrelation – als epistemologische Basis – voraus, worauf ihre Apriorität und apodiktische Gewissheit zurückzuführen sind. Die Untersuchung bezieht sich auf einzelne Fallstudien aus der Geschichte der frühneuzeitlichen klassischen Raumwissenschaften, dargestellt insbesondere in den Werken von Descartes, Kepler, Newton und Hooke. In historischen Erweiterungsverfahren, Beweisführungen, Auseinandersetzungen oder sogar Polemiken wurden die methodischen Grundlagen der raumwissenschaftlichen Intuition immer wieder revidiert. Anhand der strukturellen Intuition als Basis der raumwissenschaftlichen Kognition lassen sich auch die Grundannahmen und Methode der ursprünglichen Herleitung des Äquivalenzprinzips bei Einstein erneut problematisieren. Ebenso wird untersucht, wie das statische Phänomen in der Natur, von dem Leibnizschen Kontinuitätsprinzip ausgehend, als Grenzwert eines unendlich kleinen und unendlich prozessualen dynamischen Phänomens zu bestimmen ist. Eine derartige Phänomenalität des Kontinuitätsprinzips kann auf das ursprüngliche geometrische Verfahren der Differentialrechnung übertragen werden. Daraus ergibt sich die Vorstellung einer „temporalen Differenzierung“, die das Faktum der Zeit unmittelbar in die mathematischen Operationen der Differentialrechnung einbezieht.
 

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