Erziehungswissenschaftliche Gedankenspiele
Aristoteles: Briefe an Alexander. Seneca: Briefe an Nero
Hartge, Reimar
2010, 130 S, Kt, (Blaue Eule)
Bestell-Nr. 150319

18,00 EUR

Selbst die bestdurchdachte und sorgsamst geplante Erziehung geht im Resultat nicht über den Versuch behutsamen Lenkens hinaus. Zielvorgaben sind in Frage gestellt, bieten keine Gewähr für angestrebtes Zielerreichen, besonders dann nicht, wenn Charakterentwicklung und Interessenkreis des zu Erziehenden Eigendynamik entwickeln. Aber etwas von der Einflußnahme wird – wie versteckt auch immer – ´hängen` bleiben; das gibt sich auch hier in den Biographien schemenhaft zu erkennen!

In ihrer idealtypischen Bedeutung will Erziehung Lebenstüchtigkeit entwickeln, gewissenhaft mitmenschliches Verhalten fördern und auch Gemeinschaftssinn in der Gruppe wecken (Familie, Schule, Staat). Solches gilt für zu Erziehende jeden Standes, jeder Kultur, jeder Religion und jeder Rasse. Größte Auswirkungen auf das Schicksal ganzer Völker hatte die Erziehung von Fürsten- und Königskindern. Dementsprechende Sorgfalt wurde auf rechte Wahl ihrer Erzieher gelegt. Wenig bekannt ist heute, daß der große Philosoph Aristoteles den mazedonischen Erbprinzen und späteren König Alexander d. Gr. in Jugendjahren erzogen hat, und daß der kaum minder berühmte Philosoph Seneca zum Erzieher des Prinzen und späteren römischen Kaisers Nero bestimmt wurde. In vorliegender Studie werden die individuell unterschiedlichen Erziehungsprogramme in Gestalt fingierter Briefe beleuchtet, deren Textinhalte sich jedoch überwiegend auf erhalten gebliebene Lehrschriften stützen. Am Schluß finden sich überdies Kurzbiographien beider Philosophen und ihrer prominenten Zöglinge.
 

Bestellen


Kommentare (0)

Ihr Kommentar

 Vorab bitten wir Sie, diese kleine Aufgabe zu lösen: 5 - 2 = 


Netiquette