Der Materialismus-Streit
Bayertz / Gerhard / Jaeschke (Hg)
2011, 354 S, Gb, (Meiner)
Bestell-Nr. 151033

42,00 EUR

Gegenstand dieser in den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts vehement ausgetragenen öffentlichen Debatte war die von den Materialisten Carl Vogt (in seiner Streitschrift Köhlerglaube und Wissenschaft) und Ludwig Büchner (in seinem Buch Kraft und Stoff ) verfochtene Erhebung der Naturwissenschaften zur einzig rationalen Basis jeglicher Weltanschauung. Auf scharfe Kritik stieß diese mit reformatorischem Eifer betriebene Verklärung bei Friedrich Albert Lange, der in seiner 1866 publizierten monumentalen Geschichte des Materialismus der These entgegentrat, der Materialismus tauge zur Grundlegung einer allgemeinen Weltanschauung und sei nun an die Stelle von Philosophie und Religion getreten. Der Streit wurde nicht entschieden, und viele der damals vorgetragenen Argumente und Fehlurteile wirken bis heute fort.

Die heute vorherrschende Meinung, nur die Naturwissenschaften seien in der Lage, uns das richtige Weltbild zu geben, bedarf der Korrektur. Die Beiträge dieser Bände zeigen, daß der Diskurs, in dessen Verlauf den Naturwissenschaften im 19. Jahrhundert diese Rolle zugesprochen wurde, sich nicht auf Erkenntnisse stützen kann - sondern auf Fehleinschätzungen darüber beruht, was Naturwissenschaft leistet.
 
Texte von L. Büchner, H. Czolbe, L. Feuerbach, I. H. Fichte, J. Frauenstädt, J. Froschammer, J. Henle, J. Moleschott, M. J. Schleiden, C. Vogt und R. Wagner
 

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