Kreativität
Eine philosophische Analyse
Mahrenholz, Simone
2011, Gb, (Akademie)
Bestell-Nr. 151322

49,80 EUR

Kreativität ist ein sehr altes Phänomen und ein sehr junger Begriff. Sie gilt tendenziell als wissenschaftlich unaufklärbares Geheimnis, als gleichsam Black Box des Denkens. Das Buch stellt eine logische Grundidee vor, wie man die stets überraschende Entstehung von schöpferischem Neuen im menschlichen Geist erklären kann. Diese Formel, gewonnen aus der modernen Informationstheorie, der Kommunikations- und Medientheorie, wird anschließend am Gegenstand einiger herausgehobener Theorie-Momente in der Geschichte des philosophischen Denkens freigelegt. Zunächst in der Antike (Platon und Aristoteles in grundlegend neuer Interpretation), dann anhand der konzeptionellen Umbrüche zwischen den beiden fruchtbar selbstwidersprüchlichen Denkern Leibniz und Kant: Ereignisse, welche die gegenwärtigen Informations-, Medien- und systemtheoretischen Denkfiguren zur produktiven Erkenntnis und Entdeckung prägten.

Die Gegenwart schließlich, samt jener erst gut 60 Jahre, in denen der Begriff „Kreativität“ in Gebrauch ist, wird in einer Untersuchung der verborgenen logischen Korrespondenzen von so unterschiedlichen Denkern wie Ludwig Wittgenstein, ferner dem Kunst- und Symboltheoretiker Nelson Goodman, dem Evolutionsbiologen und Verhaltensforscher Gregory Bateson und anderen untersucht. Dabei wird nicht nur die „Black Box“ des Schöpferischen ein Stück weit geöffnet, es zeigt sich auch, inwiefern in jede Form von Erkenntnis kreative Elemente mit eingehen. Der Schluss kehrt zur logischen Grundformel des Anfangs zurück, reichert sie an und prüft ihre Konsequenzen für unsere Praxis in Künsten, Wissenschaft und Alltag als schöpferisch Hervorbringende von unantizipierbar Neuem.
 

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