Walter Benjamins Theorie der Kritik
Salonia, Michele
2011, 280 S, Gb, (Akademie)
Bestell-Nr. 151399

49,80 EUR

Die Schriften Walter Benjamins stellen ein unvergleichlich aufschlussreiches Repertoire für das Studium von Kritik bereit. Sie zeigen, dass sich Kritik, sei es die der Gesellschaft, des Rechts oder der Kunst, nicht in einem Urteil nach etablierten Kriterien erschöpft. Benjamin erzielt kritische Effekte mit Hilfe von unerwarteten Zusammenstellungen oder genealogischen Rekonstruktionen, die den geläufigen Kriterien der Beurteilung nicht einfach folgen und gerade dadurch die Eigentümlichkeiten der betrachteten Gegenstände unterscheiden und erkennen lassen. Kritik löst dabei eine Krise der habitualisierten Denkweisen aus und sorgt für eine Wiederbelebung der Empfindsamkeit ihres Rezipienten.

Den mäeutischen Wirkungen, Dynamiken und Strategien der Kritik hat Benjamin zahlreiche, wenngleich fragmentarisch gebliebene Überlegungen gewidmet. Diese systematisch zu entfalten, wie Michele Salonia in seiner Untersuchung vorschlägt, eröffnet neue Wege in der Auseinandersetzung mit dem Berliner Denker. Zum einen wird ein kontinuierliches Grundanliegen der intellektuellen Tätigkeit Benjamins ersichtlich, was einen Schlüssel für die Interpretation einzelner Teile seines Œuvres – Jugendschriften, Erkenntnistheorie, politische, Sprach- und Geschichtsphilosophie – sowie der Entwicklung seines Gesamtwerks an die Hand gibt. Zum anderen lässt sich ein theoretischer Ertrag herauspräparieren, mit dem innovativ in die gegenwärtige philosophische Debatte über die Formen der Kritik eingegriffen werden kann.
 

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