Weltzusammenhänge
Kettenkonzepte in der europäischen Philosophie
Strub, Christian
2011, 220 S, Kt, (K&N)
Bestell-Nr. 151403

29,80 EUR

Nietzsche sagt uns am Ende des 19. Jahrhunderts in der Fröhlichen Wissenschaft, daß wir mit der Tötung Gottes auch „die Erde“ losgekettet haben: „Was thaten wir, als wir diese Erde von ihrer Sonne losketteten? Wohin bewegt sie sich nun? Wohin bewegen wir uns? Fort von allen Sonnen? Stürzen wir nicht fortwährend? Und rückwärts, seitwärts, vorwärts, nach allen Seiten? Giebt es noch ein Oben und ein Unten?“ (KSA 3, 481) Nietzsche zitiert ex negativo den Anfang der abendländischen Großen Erzählung von der Kette, die Zusammenhang und Ordnung der ganzen Welt stiftet, nämlich Platons Bemerkung im Theaitet, Homer meine mit der goldenen Kette die Sonne. Es wird vor allem dem Prozess der „Loskettung“ Aufmerksamkeit gewidmet, dessen Ende Nietzsches großartiges Bild sichtbar macht. Es geht somit nicht um eine extensive Geschichte des Kettenkonzepts in der euopäischen Philosophie, sondern um die Darstellung eines langwierigen Prozesses, eben dem der Loskettung, zu dessen Darstellung sich verschiedene Textbelege am Leitfaden des Nietzscheschen Diktums fügen können. – Am Ende wird die Frage zu beantworten versucht, was uns nach der „Loskettung“ der Erde eigentlich noch bleibt. Antwort: Eine bestimmte Form des Traditionszusammenhangs.
 

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