Natur in der philosophischen Anthropologie bei Nagarjuna und Dogen
Komparative Philosophie in Bezug auf den indischen Mahayana- und japanischen Zen-Buddhismus
Jäger, Heidrun
2011, 137 S, Kt, (Lang)
Bestell-Nr. 225618

28,95 EUR

Die naturwissenschaftliche Erkenntnis nimmt die Trennung in ein erkennendes Subjekt und erkanntes Objekt vor, um die Gesetzmäßigkeit natürlicher Abläufe zu erforschen und menschlichen Zwecken dienlich zu machen. Die Naturgegenstände werden zwar begrifflich und funktional bestimmt, jedoch nicht ganzheitlich erfasst. Mit dem Blick auf Mahayana-Lehren in Indien und Japan wird eine neue Sicht eröffnet: Nagarjuna (ca. 2. Jahrhundert) lehrt als Weiterführung des Herz-Sutras das abhängige Entstehen aller Dinge aufgrund der Leerheit. Der japanische Zen-Denker Dogen Kigen (1200-1253) erfasst die Phänomene als Verkörperung der allumfassenden Lehre dharma. In der Einsicht prajña ist das wahre Wesen der konkreten Wirklichkeit, die Buddha-Natur, mit dem Erkennenden im Augenblick untrennbar verbunden.
 

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