Moralphilosophie in den Petrarca-Kommentaren des 16. Jahrhunderts
Busjan, Catharina
2012, 400 S, Gb, (Gruyter)
Bestell-Nr. 231462

119,95 EUR

Petrarcas Rime sind Referenztext des umanesimo volgare in Italien und werden dementsprechend oft editiert und kommentiert. Das gattungstypische Gerüst des Kommentars erfordert dabei zunächst Aussagen, die als Glosse, als Wort-, Vers- oder Stellenerklärung passagenweise progredieren. Die erfolgreichen Kommentatoren des 16. Jahrhunderts treffen aber darüber hinaus eigenständige Aussagen im Verbund mit dem Text eines anderen und präsentieren interferierende Texte: einerseits den Canzoniere Petrarcas (das Cinquecento stuft die Rime in den als zentral angesetzten Canzoniere und die minder wichtigen Trionfi) – und andererseits eine mit einer Vielzahl von Fragen befasste Auslegung des Lyrikbuchs. Ausgangspunkt sind stets textkritische Fragen; Handschriftenkunde und editorische Richtlinien verschränken sich freilich umgehend mit exegetischen und interpretatorischen Verfahren, so dass hier letztlich sowohl Gesamtdeutungen für Petrarcas Liebeslyrik als auch grundlegende Möglichkeiten im Umgang mit volkssprachlicher Lyrik und ihrem Autor erprobt werden.

Petrarch’s Rimes are a reference work for umanesimo volgare in Italy and are therefore frequently edited and commented upon. The structure typical of commentary requires initial statements which progress passage by passage in the form of comments or as explanations of words, verses or sections.The successful commentators of the 16th century also make their own comments in connection with the text of another author and present interfering texts: on the one hand Petrarch’s Canzoniere (the Cinquecento divides the Rimes into the Canzoniere, which is seen as central, and the less important Trionfi) and on the other hand an interpretation of the book of lyrics dealing with a multitude of questions. Its starting point is always text criticism. Graphology and editorial guidelines are limited to exegetic and interpretative processes. The end result tests both overall interpretations of Petrarch’s love poetry and fundamental ways of dealing with vernacular poetry and its author.
 

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