Philosophische Formelsammlung
Ambivalente Gedankenexperimente
Schütt, Rolf
2012, 260 S, Kt, (K&N)
Bestell-Nr. 232422

29,80 EUR

„So ist es nicht, wie ihr denkt, sondern in Wahrheit ganz anders“: Das ist der (überhebliche) Gestus „tendenziöser Sentenzen“. „Was der Laie an der Philosophie wichtig findet, ist fast immer aphoristisch.“ (Chargaff). „Aphorismen sind wahrscheinlich die beste Art, um philosophische Urteile darzulegen.“ (Leo Tolstoi) Philosophie hat die vieldeutigen „Gnomiker“ (Gnome: Erkenntnis) der Lebensweisheit und der Weltklugheit methodisch längst hinter sich gelassen, doch noch lange nicht ausgeschöpft, was sie auch weiter korrektiv von ihnen profitieren könnte. Die Kosten für die Verdrängung anti-systematischer Sentenzen aus der Philosophie sind höher, als diese zu glauben scheint. Die europäischen Moralisten waren mit ihren aphoristisch pointierten „Maximen und Reflexionen“ keine pedantischen Moralprediger, sondern analysierten und evaluierten die mores, die konkreten Sitten und Gebräuche ihre Epochen jenseits scholastischer Großsummen und konstruktivistischer Wissenssysteme. Kurz: Aphoristische Diskontinuität schützt vor falscher Argumentationskoheränz, und „Sprachkürze gibt Denkweite.“ (Jean Paul). Es geht um die Rehabilitierung des nachsokratischen Fragments als uralte philosophische Form, als rationale Vernunftkritik, als ambivalentes Gedankenexperiment.
 
„Ein lakonisches Volk sind wir nicht.“ (Johannes Gross)
 

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