Illusion Menschenwürde
Aufstieg und Fall eines Grundwerts
Wetz, Franz
2005, 396 S, Gb, (Cotta)
Bestell-Nr. 281547

9,95 EUR

Menschenwürde - oft zitiert, aber zu schwach definiert!
Ist die Würde nicht eine anmaßende Illusion? Gerade die jüngste Geschichte des 20. Jahrhunderts belegt, dass sie mit der Tinte der Menschenverachtung geschrieben ist. Doch was besagt Menschenwürde überhautp? Die bislang fast unentdeckte Kultur-, Politik- und Rechtsgeschichte sowie die aktuelle Bedeutung der Menschenwürde werden hier zu ersten Mal ausführlich geschildert.

Hartz IV, Großer Lauschangriff, Guantánamo, LuftsicherheitsgeSetz - Würdeverletzungen? Die Menschenwürde hat Hochkonjunktur: Inzwischen gilt sie als der höchste Grundwert - bei den Vereinten Nationen, in der Europäischen Union und in unserer Gesellschaft. Heute berufen sich Personen, Politiker und Parteien, Sekten, Weltanschauungen und Religionen, Staaten, Weltorganisationen und Verfassungen auf die Würde: Sie grenzen die Biotechnik ein, stecken ethische Ziele ab, fordern GeSetze und verwerfen Staatssysteme im Namen der Würde. Doch wurde die jüngste Geschichte mit der Tinte der Menschenverachtung geschrieben: Die Weltkriege, der Holocaust und die Diktaturen des 20. Jahrhunderts sprechen die Sprache von Terror und Tod. Die Geschichte der Würde war und ist eine anmaßende Illusion.
Menschen sind verletzlich, schutzbedürftig und sterblich. Gerade deshalb können sie auf Ehr- und Schamgefühl ebenso wenig verzichten wie auf Selbstachtung. Die Menschenwürde ist uns nicht angeboren. Wir müssen erst lernen, uns gegenseitig zu achten, damit jeder seine Würde entfalten kann.
 

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