Entzweiung und Kompensation
Joachim Ritters philosophische Theorie der modernen Welt
Schweda, Mark
2013, 480 S, Gb, (Alber)
Bestell-Nr. 332625

49,00 EUR

Von Joachim Ritter (1903-1974) gingen entscheidende Beiträge zum philosophischen Diskurs der Bundesrepublik aus, etwa hinsichtlich der Rolle der Geisteswissenschaften in der modernen Industriegesellschaft, der Erneuerung der praktischen Philosophie oder des Sinns theoretischer Bildung. Darüber hinaus hat sein hochschul- und wissenschaftspolitischer Einsatz sowohl den Wiederaufbau universitärer Strukturen nach dem Krieg als auch ihre Reform im Laufe der folgenden Jahrzehnte maßgeblich mitgetragen und so auch die institutionelle Verfassung akademischer Forschung und Lehre nachhaltig geprägt. Viele seiner Schüler wurden bedeutende Gelehrte der Bundesrepublik und wirkten als Publizisten und Sachverständige, in politischen Ämtern und hochschulpolitischen Gremien, im Rechtswesen oder in kirchlichem Auftrag zum Teil weit über den akademischen Wissenschaftsbetrieb selbst hinaus. Mit dieser Arbeit liegt die erste systematische Gesamtdarstellung von Joachim Ritters Werk vor. Sie interpretiert seine Philosophie als eine philosophische Theorie der modernen Welt, die sowohl der weltgeschichtlichen Bedeutung der Moderne als auch ihrer inneren Problematik und Gefährdung gerecht zu werden sucht. Im Zuge dessen werden auch Ritters wegweisende Überlegungen zur praktischen Philosophie sowie seine Konzeption von Philosophie als Hermeneutik der geschichtlichen Wirklichkeit in den Blick genommen. Ein Ausblick zur Wirkung Joachim Ritters unter seinen Schülern Hermann Lübbe, Odo Marquard und Robert Spaemann sowie zur Aktualität seines Denkens schließt den Band ab.
 

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