Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
Fichte, Johann Gottlieb
1962, 42 Bde., Gb, (frommann-holzboog)
Bestell-Nr. 361074

Preis auf Anfrage

Die J. G. Fichte-Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften bringt, kritisch ediert, in vier Reihen alle Werke (I), Nachgelassenen Schriften (II), die gesamte Korrespondenz (III) und die aus der Hand von unmittelbaren Hörern stammenden Kollegnachschriften (IV). Ein philologischer Kommentar, knappe sachliche Erläuterungen und Vorworte erleichtern das Verständnis der Texte hinsichtlich ihrer Entstehung und unmittelbaren Wirkung auf die philosophierende Öffentlichkeit. Jedem der 42 Bände sind ausführliche Verzeichnisse beigegeben. Die Fichte-Gesamtausgabe ist 2012 mit Band II,17 zum Abschluss gekommen. Preise auf Anfrage.
 
Reihe I: Werke 10 Bände

Band 1 1791–1794: Einleitung, Verzeichnis sämtlicher Werke und Veröffentlichungen Fichtes, ›Versuch einer Critik aller Offenbarung‹ (von 1792 bzw. 1793), die anonymen Flugschriften ›Zurückforderung der Denkfreiheit‹ und ›Beitrag zur Berichtigung der Urtheile des Publikums über die französische Revolution‹.
Band 2 1793–1795: ›Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre‹
Band 3 1794–1796: ›Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten‹; ›Von der Sprachfähigkeit und dem Ursprung der Sprache‹; ›Grundriß des Eigenthümlichen der Wissenschaftslehre‹; Rezension von Kants ›Zum ewigen Frieden‹ ; ›Grundlage des Naturrechts‹ (1. Teil).
Band 4 1797–1798: 2. Teil der ›Grundlage des Naturrechts‹; Fichtes Artikel im ›Philosophischen Journal einer Gesellschaft Teutscher Gelehrten‹.
Band 5 1798–1799: ›Das System der Sittenlehre‹; das Werk enthält auch wichtige Prinzipien der ›Wissenschaftslehre‹, welche die ›Grundlage‹ nicht bringt; ›Ueber den Grund unseres Glaubens an eine göttliche Weltregierung‹ ; ›Appellation an das Publikum‹ .
Band 6 1799–1800: Der Band bringt den Abschluss des sogenannten Atheismusstreits. Neben Fichtes ausführlicher Verantwortungsschrift sind auch Niethammers Rechtfertigung und mehrere dokumentarische Beilagen zu dieser Auseinandersetzung wiedergegeben. ›Bestimmung des Menschen‹ ;›Über Geist und Buchstab in der Philosophie‹, ; einige kleine Texten aus dem ›Philosophischen Journal‹ .
Band 7 1800–1801: Kleinere, auch literarische Schriften; Der › Geschloßne Handelsstaat‹ ; Der
› Sonnenklare Bericht‹ ; ›Antwortschreiben an Reinhold‹ ; ›Friedrich Nicolai’s Leben und sonderbare Meinungen‹.
Band 8 1801–1806: Einige Gedichte aus den Jahren 1801/02 und 1805; eine Erklärung gegen den Buchhändler Gabler und Ankündigungen zu den Vorlesungen aus Berliner Zeitungen (1804–06); ›Ueber das Wesen des Gelehrten‹ (1806); ›Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters‹ (1804–1808); ›Eleusinien des neunzehnten Jarhunderts‹ (1802); ‹ Fichtes Berliner Logen-Vorträge (1799/1800) unter dem Titel ›Philosophie der Maurerei. Briefe an Konstant‹ .
Band 9 1806–1807: ›Anweisung zum seeligen Leben‹; Machiavelli-Aufsatz von 1807; eine Dante-Übersetzung Fichtes.
Band 10 1808–1812: ›Reden an die deutsche Nation‹ (1807/1088); Petrarca- und Camões-Nachdichtungen; ›Wissenschaftslehre in ihrem allgemeinen Umrisse‹ (1810), ›Ueber die einzig mögliche Störung der akademischen Freiheit‹ (1811), ›Über die Bestimmung des Gelehrten‹ (1812); vierzehn Rezensionen aus dem Jahre 1788 als Nachtrag.

Reihe II: Nachgelassene Schriften 15 Bände

Band 1 1780–1791: Das gesamte vorkritische Jugendwerk Fichtes, seine Maturrede, seine Predigten und theologischen Arbeiten, darunter die sich mit Reimarus auseinandersetzende Abhandlung ›Ueber die Absichten des Todes Jesu‹, seine Tagebücher als Erzieher und seine literarisch-kritischen Versuche, seine Kants Kritiken erklärenden Schriften und das Tagebuch seiner Reise von Sachsen durch Polen nach Ostpreußen.
Band 2 1791–1793: Die erste handschriftliche Fassung des ›Versuchs einer Critic aller Offenbarung‹; ›Religionsphilosophische Reflexionen‹ und weitere Predigten; die Aufsätze der ›Entwürfe zur Zurückforderung der Denkfreiheit‹; die Entwürfe zur Gebhard- und Aenesidemus-Rezension geben Einblick in die Genese der ›Wissenschaftslehre‹.
Band 3 1793–1795: Die ›Eignen Meditationen über Elementarphilosophie; die ›Practische Philosophie‹; Fichtes Rede bei seiner Affiliation in die Rudolstädter Freimaurerloge; Stücke, die auf seine Universitätstätigkeit Bezug nehmen.
Band 4 1794–1812: Fichtes Vorlesungen über Platners ›Philosophische Aphorismen‹:
Vorlesungen über Logik und Metaphysik (1794 bis 1802, einschließlich der Exkurse von 1812).
Band 4 Supplement 1793: Ernst Platners ›Philosophische Aphorismen‹
Band 5 1796–1801: Erörterungen des Schelling’schen Idealismus; Texte zum Atheismus-Streit und zur Kontroverse mit Reinhold und Biester; ›Theorie des Wechsel-Rechts‹; ›Neue Bearbeitung der Wissenschaftslehre‹ ( 1800).
Band 6 1800–1803: Ausarbeitungen zur ›Wissenschaftslehre‹ ; ›Privatissimum‹ (1803); Gedichte gegen Reinhold, Nicolai und Biester; ›Staatswirtschaft‹ .
Band 7 1804–1805: ›Wissenschaftslehre‹ (1804); ›Prinzipien der Gottes-, Sitten- und Rechtslehre‹; einige kleinere Schriften zur Theologie und Pädagogik sowie zum Begriff der ›Wissenschaftslehre‹ vervollständigen den Band.
Band 8 1804: ›Wissenschaftslehre‹
Band 9 1805–1807: ›Institutiones omnis philosophiae‹ ; ›Wissenschaftslehre‹.
Band 10 1806–1807: ›Republik der Deutschen‹; ›Wissenschaftslehre‹; ›Bericht über die bisherigen Schicksale der Wissenschaftslehre‹.
Band 11 1807–1810: ›Spekulation zu Kopenhagen‹; Entwürfe zur ›Beantwortung des Jacobischen Schreibens von 99‹; ›Plan einer zu Berlin zu errichtenden höhern Lehranstalt‹; ›Seit d. 1. April 1808‹; ›Anleitung zur Kunst des Philosophierens‹; ›Wissenschaftslehre‹ (1810).
Band 12 1810–1812: ›Tatsachen des Bewußtseins‹ ; ›Wissenschaftslehre von 1811‹ ; ›Über die Bestimmung des Gelehrten‹; . ein Gutachten Fichtes zu einem ihm vom »Turnvater« Jahn vorgelegten Satzungsentwurf für die deutschen Burschenschaften.
Band 13 1812: ›Wissenschaftslehre von 1812‹; ›Rechtslehre‹ ; drei Texte als Reaktion auf die Zeitereignisse (u.a. Napoleons Kontributionsforderungen an den preußischen Staat); grundsätzliche Überlegungen auf volkswirtschaftlichem Gebiet (Bewertung landwirtschaftlicher Güter, Geldwerttheorie).
Band 14 1812–1813: ›Vom Verhältniß der Logik zur wirklichen Philosophie‹; ›Vom Unterschiede zwischen der Logik und der Philosophie selbst‹ ; ›Vom Studium der Philosophie überhaupt‹ .
Band 15 1813: ›Thatsachen des Bewußtseins‹; ›Wissenschaftslehre‹ ; ›Werkstattarbeit‹ für die Vorlesung der sogenannten Staatslehre mit ihren geschichtsphilosophischen und politischen Reflexionen.
Band 16 1813: ›Die Staatslehre oder über das Verhältniss des Urstaates zum Vernunftreiche‹,; Diarium II (›In einem Traume[...]‹; ›Tagebuch über den Animalischen Magnetismus‹ .
Band 17 1813–1814: Die Einleitungsvorlesung vom November/Dezember 1813; Das Diarium III (Oktober 1813 bis Januar 1814); die Wissenschaftslehre aus dem Jahre 1814; ein Nachtragsteil bringt die seit Beginn der Edition neu identifizierten Texte und eine Reihe von undatierbaren Fragmenten; ein Inhaltsverzeichnis für alle 42 Bände.


Reihe III: Briefe

Band 1 1775–1793: Die Einleitung zu dieser III. Reihe stellt die Editionsprinzipien der Briefbände dar. Von Marie Johanne Fichte, geb. Rahn, einer Nichte Klopstocks, wird die gesamte Korrespondenz vom Tage ihrer Verehelichung mit Fichte bis zu dessen Tode mitaufgenommen. Dieser Band enthält vor allem die Briefe aus Fichtes Studien- und Hauslehrerzeit, den vorehelichen Briefwechsel mit seiner Verlobten sowie die ersten Briefe an Kant.
Band 2 1793–1795: Band 2 enthält vor allem die Briefe, die mit Fichtes Berufung nach Jena zu tun haben. Zu den Korrespondenten gehören Lavater, Reinhold, Kant, Goethe, Maimon, Schiller und Jacobi. Fichtes Briefe geben ein lebendiges Bild von den damaligen Studentenunruhen. Die Briefe an Reinhold und Schiller sind erste Zeugnisse einer Abgrenzung gegen den Kritizismus und Schillers ästhetische Konzeption.
Band 3 1796–1799: Den Schwerpunkt dieser Jahre bilden die Briefe Jacobis und Reinholds vom Frühjahr 1799. Außerdem finden wir Fichte in der Verteidigung gegen den Vorwurf des Atheismus. Die Briefe zeigen die religionsphilosophische Position der ›Wissenschaftslehre‹.
Band 4 1799–1800: Der Band beginnt mit den Briefen, die Fichte nach dem Verlassen Jenas aus Berlin geschrieben hat. Sie zeigen ihn in enger Verbindung mit den Häuptern der romantischen Schule, Schleiermacher, Schelling und den Brüdern Schlegel.
Band 5 1801–1805: Der Band bringt den letzten Teil der Auseinandersetzung mit Schelling. In diesen Jahren pflegte Fichte weiterhin den Kontakt mit Jacobi, Mehmel, Niethammer, Schiller und von Wolzogen. Die Korrespondenz mit Cotta bringt über die Schulz-Ausgabe hinaus eine Fülle neuer Briefe.
Band 6 1806–1810: Die erste Hälfte dieses Bandes ist geprägt von den Briefen zwischen dem mit dem preußischen Hof nach Königsberg geflohenen Fichte und seiner in Berlin zurückgebliebenen Frau. Aus Kopenhagen setzt sich der Philosoph für Johannes von Müller ein. Zurückgekehrt schreibt Fichte im Austausch mit von Müller den ›Deduzierten Plan‹ für die Berliner Universität. Ein offener Brief von Josef Kurz nimmt Stellung zu Jean Pauls ›Clavis Fichtiana‹. Die brieflich dokumentierten Erfahrungen mit den Zensoren seiner ›Reden an die deutsche Nation‹ veranlassen Fichtes Bemühungen um die Aufhebung der Zensur. Nach der schweren Erkrankung von 1808/09 schreibt Fichte 1810 seinen letzten großen philosophischen Brief an F. H. Jacobi.
Band 7 1810–1812: Neben den bisher aus der Briefeausgabe von W. Schulz bekannten Briefen (Korrespondenz mit den Dichtern Ernst Wagner und Fouqué, mit früheren Schülern und Verwandten) bilden die Briefe, die Fichte als Dekan und als Rektor der Berliner Universität mit den Behörden wechselte, den Schwerpunkt dieses Bandes. Unter diesen sind die Auseinandersetzungen innerhalb der Professorenschaft über die studentische Disziplin von besonderem Interesse.
Band 8 1812–1814: Der abschließende Band der Korrespondenzreihe bringt Briefe aus den beiden letzten Lebensjahren Fichtes, darunter einen Bericht über seinen philosophischen Lehrplan an die Regierung in Wien und Erörterungen zur Ästhetik (v.a. zur Baukunst) an L. F. Catel. Krankheit und Tod von Fichtes Eltern in den Jahren 1812 bzw. 1813 bilden einen weiteren Themenbereich. Eine Reihe von neu aufgefundenen Briefen der früheren Jahre und einige Briefe nach Fichtes Tod am 29. Januar 1814 von seiner Frau Marie Johanne an den Verleger Cotta, an die Freundinnen Charlotte von Schiller und Charlotte von Kalb sowie an zwei der Familie nahestehenden Schüler Fichtes (Helmholtz und Schulz) vervollständigen den Band. Personengesamtverzeichnis für alle Briefebände .


Reihe IV: Kollegnachschriften 6 Bände

Band 1 1796–1798: Einige Vorlesungen Fichtes sind uns nur durch die Nachschriften seiner Hörer zugänglich, so auch die beiden Nachschriften dieses Bandes, des ›Collegiums über die Moral‹ von 1796 und der ›Vorlesungen über Logik und Metaphysik‹ von 1797/98. Sie enthalten auch Darlegungen Fichtes zur formalen Logik, zur Psychologie und zur Naturphilosophie.
Band 2 1796–1804: Die ›Wissenschaftslehre nova methodo‹ von Fichte aus den Jahren 1796–1799 ist nur in zwei Kollegnachschriften erhalten. Dieser Band bringt die erste, schon bekannte Kollegnachschrift erstmalig in unveränderter Fassung. Außerdem wird hier die Cauer’sche Nachschrift des ersten Teils der ›Wissenschaftslehre‹ von 1804[/II] veröffentlicht.
Band 3 1794–1799: Dieser Band enthält Lavaters Nachschrift der Züricher Vorlesungen über den Begriff der Wissenschaftslehre (Frühjahr 1794), den Anfang der Naturrechtsvorlesung (WS 1795/96) aus dem Nachlass von Johann Smidt sowie Friedrich August Eschens (1776–1800) Nachschriften der ›Platner-Vorlesung‹ über Logik und Metaphysik und der ›Wissenschaftslehre nova methodo‹ (WS 1796/97). Benjamin Karl Henrik Höiers (1767–1812) schwedische Nachschrift der ›Platner-Vorlesung‹ (August und September 1798) wird erstmals vollständig und in deutscher Übersetzung abgedruckt. Haupttext dieses Bandes ist die ›Wissenschaftslehre nova methodo‹, nachgeschrieben von K. C. F. Krause (1780–1829).
Band 4 1810–1812: Fichtes allgemeine Einleitungsvorlesung ›Vom Studium der Philosophie‹, 1810 – nur in der Nachschrift von August Twesten erhalten – widmet sich der Frage: Wie ist die Mitteilung von Wissen möglich? Das gleiche Thema hat die Einleitungsvorlesung von 1811, deren drei Fassungen (die von Cauer, von Schopenhauer und einem Anonymus) abgedruckt werden, ebenso die Nachschriften (Cauer, Schopenhauer und »Hallesche«) der Vorlesung der ›Thatsachen des Bewußtseyns‹ aus demselben Jahr. Diese Nachschriften ergänzen einander und bieten eine objektive Darstellung der Gesamtheit des Wissens; zugleich führen sie ein in die ›Wissenschaftslehre 1812‹, die den Haupttext dieses Bandes bildet.
Band 5 1812: Die Nachschriften (Itzig, Halle, Lisco u.a.) der beiden ›Transzendentalen Logiken‹ von 1812 bieten je einen vollständigen Haupttext, der durch Passagen aus Parallelnachschriften ergänzt wird. ›Vom Studium der Philosophie überhaupt‹ (1812) erläutert neben den Bedingungen für das Verstehen der Wissenschaftslehre auch das Vorgehen Fichtes in den beiden ›Transzendentalen Logiken‹.
Band 6 1812–1814: Auch Fichtes in seinen letzten Lebensjahren gehaltene Vorlesungen sind von den Transformationen der Spätlehre betroffen: Vorlesungen bzw. bei aller Komplexität recht knappe Vorbereitungstexte wie die ›Rechtslehre‹ und ›Sittenlehre‹ von 1812 (Bd. II,13), die ›Thatsachen des Bewußtseins‹ sowie mehrere Ansätze zur Ausarbeitung der ›Wissenschaftslehre‹ aus den Jahren 1813 und 1814 erfahren durch die hier vorgelegten studentischen Nachschriften bedeutende Verständnishilfe. Besonderes Interesse darf eine Nachschrift der umfangreichen ›Einleitung in die WL‹ beanspruchen, die bisher unveröffentlicht ist – gefolgt von fünf Vorlesungen zur ›Wissenschaftslehre‹ von 1814, denen Fichtes Tod ein Ende setzte.
 

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Kommentare (2)

philo sophos (2016-07-06 11:02:19)
Fichte, Seitenzahlenverzeichnis
Das Verzeichnis ist leider nur ein Versprechen aus der Anfangszeit der Edition geblieben und wurde nicht mehr realisiert. Allerdings stehen die SW-Seiten auf dem Rand der GA verzeichnet. Es könnte also im Inhaltsgesamtverzeichnis des Bandes II,17, S. 615ff das fragliche Werk gesucht werden, um dann auf dem Rand des entsprechenden Einzelbandes die Angaben zur Ausgabe des Fichte-Sohnes zu finden.

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