Selbstreflexion und Emanzipation
Aufklärung als Terminus in Kants kritischer Philosophie
Kubsda, Michael
2014, 208 S, Kt, (K&N)
Bestell-Nr. 373892

29,80 EUR

Immanuel Kant gilt als einer der berühmtesten Philosophen des Zeitalters der Aufklärung. Wann immer von Aufklärung die Rede ist, zitiert man den berühmten Philosophen und verweist auf ihn. Die Arbeit untersucht, wie sich die Vernunftnatur des Menschen nach Kant lebensweltlich zu realisieren vermag. Dies geschieht, so Kant, durch Aufklärung. Die drei Hauptwerke Kants, die drei Kritiken, werden hier untersucht als ein durchgeführtes Projekt der menschlichen Selbstaufklärung. Kant weist darin explizit die Möglichkeit und Notwendigkeit von Aufklärung nach, zum anderen eröffnet er einen Ansatz zur Verwirklichung von Freiheit, der an die Idee von Aufklärung gebunden ist. Kant gibt mit seinem Aufklärungsbegriff einen Hinweis, wie sich Freiheit konkret entwickeln kann. Er liefert die Orientierung für einen Emanzipationsprozess, in dem zwischen der von der Vernunft geforderten Moralfreiheit und einer lebensweltlichen Handlungsfreiheit vermittelt wird. Bei Kant zeigt sich ein Ansatz zu einer Genese der Freiheit, der sonst nicht Kant, sondern nur seinem idealistischen Nachfolger Hegel zugesprochen wird. Die genauere Betrachtung der Genese von Freiheit ermöglicht es, eine enge Verbindung zwischen Kants Hauptwerken, den drei Kritiken, und seinen pädagogischen und didaktischen Schriften herauszuarbeiten. Kant, so zeigt sich, kann mit mehr Berechtigung als bisher angenommen als Philosoph der Aufklärung gelten, denn er leistet eine fundierte Begründung und Bestimmung des Begriffs von Aufklärung, indem er über die Bedingungen und Möglichkeiten von Aufklärung selbst aufgeklärt. Die Vernunftnatur des Menschen, nach Kant die Autonomie, kann nur durch Aufklärung als Freiheit realisiert werden.
 

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