Ego sum
Nancy, Jean-Luc
2014, 176 S, Kt, (Diaphanes)
Bestell-Nr. 374182

18,95 EUR

In dieser Textsammlung aus den späten 70er Jahren, die nun erstmals aktualisiert und ergänzt um ein Vorwort des Autors auf Deutsch vorliegt, begibt sich Jean-Luc Nancy an den Ursprungsort des modernen Subjekts. Die berühmte cartesische Formel »Ich denke« gebiert das »Vorstellungs-Subjekt«, das in Besitz von Wahrheit und Gewissheit ist. Doch indem Descartes den reinen Äußerungsakt »Ich denke« substantialisiert, entzieht er diesem Subjekt jeglichen Inhalt und Existentialität im modernen Sinn. Das Ego als punktuelle Identität ist ein Subjekt, das weder zweifeln noch meditieren kann. Das cartesische Denken wird erschüttert durch den Widerspruch, der sich zwischen der Unvollständigkeit der denkenden Substanz und dem lebendigen Subjekt, das schreibt, lebt und erfährt, auftut. Diese Erschütterung ist als grundlegendes Paradox in Descartes‘ Denken selbst schon präsent. Hier wie in vielen anderen Werken Nancys zeigt sich die Singularität, die Descartes’ Philosophie für Nancy darstellt und zu der er immer wieder zurückkehrt.
 

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