Johann Heinrich Lambert und Kants Reform der Metaphysik
Kuliniak, Radosław
2014, 190 S, Gb, (Neisse)
Bestell-Nr. 374582

28,00 EUR

„Sie klagen mein Herr mit Recht über das ewige Getändel der Wizlinge und die ermüdende Schwatzhaftigkeit der itzigen Scribenten vom herrschenden Tone, die weiter keinen Geschmak haben, als den, vom Geschmak zu reden. Allein mich dünkt, daß dieses die Euthanasie der falschen Philosophie sey, da sie in läppischen Spielwerken erstirbt und es weit schlimmer ist, wenn sie in tiefsinnigen und falschen Grübeleyen mit dem Pomp von strenger Methode zu Grabe getragen wird. Ehe wahre Weltweisheit aufleben soll, ist es nöthig, daß die alte sich selbst zerstöhre, und, wie die Fäulnis die vollkommenste Auflösung ist, die iederzeit vorausgeht, wenn eine neue Erzeugung anfangen soll, so macht mir die Crisis der Gelehrsamkeit zu einer solchen Zeit, da es an guten Köpfen gleichwohl nicht fehlt, die beste Hofnung, daß die so längst gewünschte große revolution der Wissenschaften nicht mehr weit entfernet sey”.
Immanuel Kant in einem Brief an Johann Heinrich Lambert vom 31. Dezember 1765
 

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