Freiheit und Determinismus bei Kant
Die Unvereinbarkeit zweier philosophischer Konzepte
Kuhle, Bernd
2015, 200 S, Kt, (K&N)
Bestell-Nr. 375007

28,00 EUR

Kant behauptet in seiner „Kritik der reinen Vernunft“ (KrV), die lückenlose Determiniertheit der Erfahrungswelt nachgewiesen zu haben. Gleichwohl hält er Willensfreiheit im starken Sinne einer Erstverursachung für denkbar, ja sogar für erforderlich, um Moralität und Recht begründen zu können. Diese beiden – prima facie unvereinbaren – Positionen, meint er, vermitteln zu können. Das Buch zeichnet Kants Freiheitslehre in ihrer Entwicklung von KrV bis zur „Metaphysik der Sitten“ hinsichtlich ihrer metaphysischen Grundlegung nach. Es legt dar, warum Kants Vermittlungsversuche von Determinismus und Freiheit scheitern. Dazu werden die einschlägigen Aussagen der Kantischen Philosophie vorgestellt und diskutiert, wobei sich Kants Lehren zur Naturkausalität immer wieder als verhängnisvoll für dessen Freiheitskonzept erweisen. Viele Probleme der Kantischen Freiheitslehre erweisen sich nämlich letztlich als Folgen der Unverträglichkeit von Determinismus und Freiheit. Dies gilt auch für Kants Freiheitsbegriff, der – trotz einer Entwicklung – bis zuletzt zu eng an Vernunft und Gesetzmäßigkeit gebunden ist, um die Zurechenbarkeit von Taten befriedigend erklären zu können. In einer detaillierten Diskussion der Kantischen Beweise zum Kausalprinzip legt der Autor auch dar, warum diese „Beweise“ nicht überzeugen können; Freiheit muss daher zumindest insofern nicht als Unding gelten. Die Entfaltung der Freiheitslehre Kants in dessen praktischer Philosophie behält so gleichwohl ihren hohen Stellenwert.
 

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