Thales und die Folgen. Vom Werden des philosophischen Gedankens
Anaximander und Anaximenes. Xenophanes, Parmenides und Heraklit
Gudopp-von Behm, Wolf-Dieter
2015, 384 S, Kt, (K&N)
Bestell-Nr. 375142

49,80 EUR

Von den frühesten ,Philosophen‘ in Griechenlands archaischer Zeit ist nicht viel überliefert. Der Weg der Forschung wird sich demgemäß darauf konzentrieren, im Wissen um das Nicht-Wissen das Wenige mit misstrauischer Neugier und wachsender Verwunderung zu lesen und, mehr noch, zu hören. Die Methode der philosophischen Archäologie soll nicht dadurch verfälscht werden, daß man im Alten freudig schon das Spätere sieht und ihm dieses überstülpt. Den fulminanten Anfang machte der Gelehrten-Kreis um Thales im östlichen Milet. Wir kennen Anaximander und Anximenes. Übrigens: Hat Anaximander tatsächlich, wie behauptet, prosaisch oder nicht doch poetisch geschrieben? Und nicht zu vernachlässigen: Im Milet des 6. Jahrhunderts wirkten auch der Lyriker Phokylides und der Prosaiker Hekataios.
Dann Xenophanes: Er hat nicht nur die ionische Wissenschaftsgesinnung zu den westlichen Griechen nach Süditalien getragen, sondern im Zuge dessen auch die allgemeine Theorie bereichert. Ein anderer Auswanderer aus dem Osten ist Pythagoras gewesen. In Süditalien beschrieb Parmenides seinen Gedanken des Weltganzen in epischen Hexametern und formulierte den großen Satz: Dasselbe ist Denken und Sein. Zur gleichen Zeit verfertigte im anatolischen Ephesos Heraklit seine irritierenden Denk-Sprüche über das Bleibende im Wechsel. Das alles hat sich in kaum mehr als hundert Jahren vom Ende des 7. bis zum Anfang des 5. Jahrhunderts v.u.Z. zugetragen. Für die Philosophie bedeutet diese Epoche so etwas wie den Urknall und die ersten Sekunden danach. Aber was ist das, Philosophie?
 

Bestellen


Kommentare (0)

Ihr Kommentar

 Vorab bitten wir Sie, diese kleine Aufgabe zu lösen: 9 - 2 = 


Netiquette