Der verlorene Faden
Essays zur modernen Fiktion
Rancière, Jacques
2015, 144 S, Kt, (Passagen)
Bestell-Nr. 375150

17,90 EUR

Jacques Rancière untersucht am Beispiel von Texten Flauberts, Conrads, Woolfs, Keats', Baudelaires und Büchners die Formen und Paradoxa der literarischen Revolution der Moderne, die auch eine Revolution des Denkens ist. "Dieses Buch ist kein Roman", sagte 1869 ein Kritiker über Flauberts Erziehung des Herzens. – Die symbolträchtigen Fiktionen der literarischen Moderne zerstören das, was seit Aristoteles gerade das Prinzip der Fiktion ausmachte: die Verkettung von Handlungen gemäß der Notwendigkeit oder der Wahrscheinlichkeit. Mit dieser Rationalitätsstruktur lehnt die neue Fiktion nicht nur die Hierarchie der Lebensformen, sondern auch ein Modell der Handlung und ein Bild des Denkens ab. Anhand der Untersuchung der Formen und Paradoxa dieser Revolution der Schrift stellt Rancière auch prominente Deutungen der literarischen Moderne in Frage, wie die Lukács'sche Verdinglichung, den Barthes'schen Realitätseffekt oder die Benjamin'sche Analyse des "Lyrikers im Zeitalter des Hochkapitalismus".
 
Jacques Rancière, geboren 1940, lehrte zwischen 1969 und 2000 Philosophie und Kunsttheorie an der Universität Paris VIII.
 

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