Schönes Denken
Baumgarten im Spannungsfeld zwischen Ästhetik, Metaphysik und Naturrecht
Allerkamp / Mirbach
2015, 352 S, Kt, (Meiner)
Bestell-Nr. 375590

128,00 EUR

Mit der Begründung der philosophischen Ästhetik stößt Baumgarten an Grenzen, vor denen der cartesianische Rationalismus halt gemacht hatte. Die Erkenntnis der sinnlichen Wahrnehmung, von den Aufklärern als cognitio confusa, als verworrene Erkenntnis verstanden, konfrontiert mit einem fundamentalen Problem: Sie ist nicht in klaren und deutlichen Begriffen zu fassen. Die neu zu gründende Disziplin der Ästhetik greift diese erkenntnistheoretische Problematik auf und macht es sich gerade zu ihrer Aufgabe, die Regeln des Ästhetischen zu untersuchen. Bereits in seiner Antrittsvorlesung hatte Baumgarten nach verbindlichen Grundlagen für eine neu zu gründende Wissenschaft und ihre Lehrpraxis zwischen Denken und Darstellen gesucht. Im Fokus seiner Aufmerksamkeit steht bewusst ein ethisches Anliegen: Es geht auch um gelingende Lebensführung und Verbesserung der Lebensumstände. Baumgarten ist sowohl Aufklärer als auch Pietist. Angestrebt werden Querverbindungen zwischen Ästhetik und Logik, Wechselwirkungen zwischen Metaphysik und Ethik. Neben der bilanzierenden Aufarbeitung der epistemologischen Neuerungen und Umwertungen durch Baumgartens Werk liegt ein besonderes Gewicht des vorliegenden Bandes auf Baumgartens Ausstrahlungskraft in eine Vielzahl von akademischen Disziplinen.
 

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