Ästhetik der Wirklichkeits-Konstruktion
Wie sind konkurrierende ästhetische (Design-)Präferenzen möglich? Ein kognitiv-semiotischer Ansatz
Schwarzfischer, Klaus
2018, 490 S, Kt, (K&N)
Bestell-Nr. 382663

58,00 EUR

Das Dogma "interesselosen Wohlgefallens? bindet die Ästhetik an jene passivkontemplativen Rezipienten, die evolutionär und entwicklungspsychologisch unplausibel sind. Nicht nur der Mensch gestaltet aktiv seine ökologische Nische durch bewusste und unbewusste Interaktionen. Aus der Sicht von Embodied / Enactive Cognition sind diese Prozesse massiv parallel und deshalb in diverser Granularität zu analysieren: Welcher biologische Mechanismus liegt ästhetischer Erfahrung zugrunde? Wieso setzte sich dieser evolutionär durch? Was kann eine ästhetische Erfahrung auslösen? Wie trägt sie zur Handlungsund Wahrnehmungssteuerung verkörperter Beobachtersysteme bei?
Im ersten Schritt wird der Basis-Mechanismus ästhetischer Erfahrung formuliert. Dieser ist evolutionär, neurobiologisch und lebensweltlich plausibel. Mit diesem einheitlichen Prozess lassen sich positive ästhetische Erfahrungen präzise erklären - und bei Umkehrung der Prozessrichtung mit demselben Prozess auch negative ästhetische Erfahrungen. Wenn dieser Mechanismus als notwendige und hinreichende Bedingung fungieren soll, stellt sich die Frage: Warum empfinden in ästhetischer Hinsicht nicht alle Menschen gleich? Im zweiten Schritt wird aus dem Basis-Prozess durch Iteration und Rekursion der Möglichkeitsraum ästhetischer Erfahrung und ein erweitertes Prozess-Modell abgeleitet. Es zeigt sich, dass konkurrierende Präferenz-Stile als Teilmengen dieses Möglichkeitsraumes zu verstehen sind. Meta-ästhetisch
betrachtet ist selbst die Vorliebe für eine bestimmte (Bereichs-)Ästhetik ein solcher Präferenz-Stil, der als Mittel zu einem Zweck bestimmbar ist.
 

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