Der Kampf der Gegensätze in Nietzsches Kunsttheorie
Kissel, Katja
2019, 160 S, Kt, (K&N)
Bestell-Nr. 384067

29,00 EUR

Friedrich Nietzsche bezeichnet sich in Ecce Homo selbst "als den ersten tragischen Philosophen". Unter dem Tragischen versteht er stets einen Widerstreit zwischen Dionysischem und Apollinischem. Obschon dieser Konflikt in der griechischen Tragödie entspringt, zeigt er sich nicht nur in der Kunst, sondern auch in der Politik und letztlich der gesamten Kultur des frühen Griechentums einschließlich der vorsokratischen Philosophie. Ausgehend vom Kampf der beiden mythischen Kräfte hat sich Nietzsche eine Grundlage geschaffen, auf der er Kritik an der einseitig logisch-theoretischen Kultur des Sokratismus üben, das zum Historismus übersteigerte geschichtliche Bewusstsein seiner Zeitgenossen kritisieren und eine tiefgründigere und reichere Kultur frühgriechischen Ursprungs wiedergewinnen konnte. In der zweiten Schaffensphase verliert das vorklassische Griechentum zwar an Bedeutung; doch in der dritten Phase erlebt Nietzsches tragische Weltauffassung eine deutliche Wiederbelebung, die sich auch in seiner Lehre von der ewigen Wiederkehr des Gleichen niederschlägt. Das Tragische bildet also einen elementaren Beweggrund für Nietzsches gesamte Philosophie.
 

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