Die Rahmung des Hintergrunds
Die Debatten Derrida-Searle und Derrida-Habermas
Freytag, Philip
2019, 512 S, Kt, (Klostermann)
Bestell-Nr. 382866

69,00 EUR

Diese Arbeit unternimmt eine systematische Rekonstruktion der Debatten, die Derrida mit Searle und Habermas über mehrere Jahrzehnte bis an die Schwelle des 21. Jahrhunderts geführt hat. Sie macht deutlich, dass die Sprach- und Verständigungstheorien seiner beiden Zeitgenossen auf Schlüssen vom kontingenten Einzelfall aufs Allgemeine beruhen. Searle schließt ontologisch, Habermas anthropo-politisch; beide Male erfolgt dies unter naturalistischen Vorzeichen. Dagegen erhebt Derrida erkenntnistheoretische Einwände und entwickelt folglich eine Metaphysik freier Subjekte, für die das Gespräch miteinander nicht unterstellt werden kann. Die explizite Hinwendung zur Ethik in Derridas Spätwerk verdankt sich so der Einsicht, dass die Möglichkeit von Sprache und Verständigung durch die des Schweigens be-dingt ist. Derridas bleibendes Verdienst ist die Bereicherung der Sprachphilosophie um eine Sekretologie. Die Arbeit ist mit dem Kant-Preis des Instituts für Philosophie der Universität Bonn ausgezeichnet worden.
 

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