Zwiespalt der Zeit und Zweiheit der Zeitlichkeit
Betrachtung von Aristoteles' und Heideggers Beantwortungen der Frage nach dem Sein der Zeit
Jo, Hongjoon
2017, 258 S, Kt, (K&N)
Bestell-Nr. 380601

39,80 EUR

Der Verfasser hat sich in seiner Dissertation eingehend mit der Zeittheorie von Aristoteles und Heidegger auseinandergesetzt; diese zwei, historisch wie sachlich weit auseinanderliegenden, Zugänge zum Phänomen der Zeit bringen den Reichtum der Aspekte, unter denen die Frage nach der Zeit angegangen worden ist, zum Vorschein. Die Zeit steht im engen Zusammenhang mit dem Sein. Trotzdem ist es nicht so leicht, zu beantworten, was die Zeit ist und sogar, ob es die Zeit gibt. Der Grund dafür liegt daran, dass die Zeit kein Seiendes ist. Die Zeit ist kein seiendes Subjekt, sondern das Prädikat des Seienden. Deshalb kann man die Zeit als ein gewisses Etwas schwerlich bestimmen. Besser soll man lediglich das Phänomen der Zeit betrachten. Mit anderen Worten: Man soll fragen, wie die Zeit ist. Die aristotelische Zeit (chronos) hängt vor allem mit der Bewegung des Bewegten zusammen. Aristoteles hält die Zeit für die Anzahl der Bewegung. Aber dieser Zeitbegriff als Anzahl ist jederzeit von der Bewegung trennbar, um die Zahl genau zu zählen. Gadamer benennt diesen Begriff mit "der leeren Zeit". Im Vergleich dazu hat Heideggers Zeit (die Zeitlichkeit) mit dem Sein oder dem Dasein zu tun. Sie ist der Horizont des Seins. Dieser Horizont ist vom Dasein keineswegs trennbar. Der Horizont als Zeit ermöglicht die Offenbarung des Seins. Ohne die Zeit gibt es deshalb nicht das Sein. Gadamer nennt diesen Begriff "die erfüllte Zeit".
 

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