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Philosophische Bücher des Monats
 | | Wie soll der Mensch sein? Philosophische Ideale vom ,wahren' Menschen von Karl Marx bis Karl Popper Salamun, Kurt 2012, 284 S, Kt, (UTB) Bestell-Nr. 231480
19,99 EUR Bestellen |
Die Frage nach dem Sinn des Lebens und des Menschseins überhaupt war immer ein zentrales Thema der Philosophie. Viele Philosophen haben Visionen vor Augen gehabt, wie das „wahre Menschsein“ beschaffen sein könnte oder sein sollte. Dieses Buch verfolgt die Entwicklung solcher Ideale in der Philosophiegeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Folgende Philosophen aus dem 19. Jahrhundert werden vorgestellt: Ludwig Feuerbach, Karl Marx, Friedrich Nietzsche und Sören Kierkegaard. Aus dem 20. Jahrhundert wurden ausgewählt: Karl Jaspers, Martin Buber, Albert Camus, Jean Paul Sartre, Herbert Marcuse, Hannah Arendt und Karl R. Popper. |

»Er wurde geboren, arbeitete und starb« – so pointierte Martin Heidegger, was am Leben des Aristoteles philosophisch bedeutsam sei. Mehr hätte er auch von sich am liebsten nicht preisgegeben; allein das Werk sollte zählen. Aber Leben und Werk gehörten, wie Alfred Denker in seiner Einführung nachweist, gerade bei Heidegger unzertrennlich zusammen.
Immer, auch in seinen komplexesten Werken, stellt Heidegger in den Vordergrund, dass das Dasein unmittelbar, nicht auf den Menschen einzuengen und endlich sei. Heidegger hat mit »Sein und Zeit« nicht nur den wohl bedeutendsten philosophischen Entwurf des 20. Jahrhunderts vorgelegt, sondern sich auf seinen Denkwegen immer »unterwegs in Sein und Zeit« erkannt und gelebt.
Mit zahlreichen bisher völlig unbekannten Details aus dem Leben Martin Heideggers. |

Der Autor behandelt die Frage, ob moralisches Gesetz und Freiheit, die maßgebenden Kriterien des Begriffes Person bei Kant, durch die aktuellen neurologischen Erkenntnisse bestätigt werden. Die Erörterung des moralischen Gesetzes kommt zu dem Ergebnis, dass der von Kant als moralisches Gesetz formulierte kategorische Imperativ in die Form des Gesetzes und eine Anweisung zum Handeln in der Sinnenwelt aufzuspalten ist, weil Kant diese Anweisung als a priori vorliegend nicht überzeugend begründet. Dies bestätigen die für den naturwissenschaftlichen Laien zur Verfügung stehenden neurologischen Erkenntnisse: Das moralische Gesetz als Form kann der genetisch vorgegebenen Fähigkeit des Menschen, moralisches Handeln zu lernen, zugeordnet werden; moralisches Handeln muss aber gelernt werden, die Handlungsanweisung des kategorischen Imperativ besteht deshalb nicht a priori im Sinne von Kant. Nicht so ungewöhnlich ist das Ergebnis der Erörterung des Begriffes Freiheit: Die Fähigkeit des Menschen, spekulativ abstrakte Gesetze in seine Willensbildung einzubeziehen, umfasst den Begriff Freiheit bei Kant; mit Kant ist aber davon auszugehen, dass Handeln in der sinnlichen Welt determiniert ist. |

Fast 25 Jahre nach seinem Bestseller „Unsere postmoderne Moderne“ legt Wolfgang Welsch eine neuartige und tiefer gehende Infragestellung der Moderne vor. Als zentral für die Moderne sieht er das anthropische Prinzip an: In allem ist vom Menschen auszugehen, alles ist auf den Menschen zu beziehen; der Mensch ist das Maß der Welt, die Welt ist Menschenwelt – und nichts sonst, nichts darüber hinaus. Dem stellt er kritisch eine Reihe von Phänomenanalysen und die Skizze einer Anthropologie auf evolutionärer Grundlage entgegen. Indem nicht die Welt vom Menschen her, sondern zuerst einmal der Mensch von der Welt her zu begreifen ist, ist den anthropischen Spiegelspie-len der Moderne der Boden entzogen, und eine neue Denklandschaft zeichnet sich ab. |

Eine umfassende Einführung in Leben und Denken des Nikolaus Cusanus. Dessen Lehre enthält drei Hauptpunkte: 1) die grundsätzliche Trennung des Endlichen vom Unendlichen, also die Artikulation des Unendlichen als eigene, wesentlich nicht-weltliche Kategorie; 2) Die docta ignorantia, das wissende Nichtwissen; 3) die coincidentia oppositorum. EA, OLwd blau mit Goldprägung, ohne SU, tadelloses Ex. |

Philosophen stehen oft im Ruf, Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen, ja gelegentlich sogar noch die Fraglichkeit von Fragen zu hinterfragen. Es wäre aber verfehlt, daraus abzuleiten, dass sich Philosophen und Literaturwissenschaftler dem Thema "Philosophen im Gedicht" mit Interesse zugewandt hätten. Trotz aller sonst bei Philosophen zu beobachtenden Neigung zur Reflexion scheinen sie ihr eigenes Spiegelbild in der Poesie eher zu meiden. Selbst wenn sie sich in diesem Spiegel nur verzerrt erblickten, wäre das ja doch auch einer Betrachtung wert. Vielleicht wollen sie aber auch einem gewissen Narzissmusvorwurf entgehen, doch auch diese Haltung wäre ja bei einer Zunft, die über Jahrtausende den Schlachtruf "Erkenne dich selbst!" vor sich her trug, erklärungsbedürftig. Es lässt sich jedoch nicht leugnen, dass es in der Poesie Texte gibt, in denen offensichtlich Namen, Begriffe und Ausdrucksweisen vorkommen, die man üblicherweise der Philosophie und den Philosophen zuordnet.
Wolfgang Breidert legt in diesem Band eine umfangreiche Sammlung und Analyse von "Philosophengedichten" vor. Unter "Philosophengedichten" sind hier nicht Gedichte zu verstehen, die von einem Philosophen verfasst wurden – auch solche gibt es –, sondern Gedichte, die sich explizit mit einem bestimmten Philosophen (oder dem Philosophen überhaupt) befassen. |

50 Schlüsselideen der Menschheit ist der perfekte Führer zu den wichtigsten Gedanken und Konzepten, die Menschen im Laufe der Jahrhunderte entwickelt haben. In fünfzig leicht verständlichen Essays führt uns Ben Dupré an die einflussreichsten Konzepte und Ideen in Politik, Philosophie, Religion, Wirtschaft, Naturwissenschaft und Kunst heran. Einige davon erscheinen unanfechtbar, andere hochkomplex, wieder andere mysteriös oder nachgerade gefährlich und verachtenswert. Allen gemeinsam ist, dass sie in der Geschichte der Menschheit eine bedeutsame Rolle gespielt und die menschliche Kultur tief geprägt haben. |

 | | Mythos Determinismus Wieviel erklärt uns die Hirnforschung? Falkenburg, Brigitte 2012, 449 S, 24 Abb, Kt, (Springer) Bestell-Nr. 231391
24,95 EUR Bestellen |
Aus der Sicht der Neurobiologie regiert im Kopf das neuronale Geschehen. Doch was wissen die Hirnforscher genau über die Mechanismen des Hirngeschehens und ihren Einfluss auf den menschlichen Geist? Dieser Frage geht Brigitte Falkenburg nach. Was leisten die Erklärungen der Neurobiologie, was nicht? Gibt es prinzipielle Grenzen der wissenschaftlichen Erklärung oder ist die Hoffnung berechtigt, es sei nur eine Frage der Zeit, bis man die Entstehung des Geistes aus Materie völlig versteht?
Oft heißt es, die Physik sei als Leitwissenschaft durch die Biologie abgelöst. Doch im Labor der Hirnforschung geht es gar nicht ohne Physik. Alle bildgebenden Verfahren, die elektrische Gehirnaktivität in schöne bunte Bilder umsetzen, beruhen auf physikalischen Effekten. Auch die hitzige Debatte um die Hirnforschung lässt sich ohne die Physik nicht verstehen, ohne ihre Erklärungen, Metaphern und Mythen. Mechanistisches Denken, das in der Physik selbst längst überwunden ist, verstellt den Blick auf die faktische Tragweite der Hirnforschung. Am Anfang der neuzeitlichen Naturwissenschaft standen Galileis experimentelle Methode, die Annahme des Descartes, Lebewesen seien Automaten, und Newtons Suche nach den wahren Ursachen" der Naturerscheinungen. Seitdem wurzelt die Naturerkenntnis in kausalem Denken, in Maschinenmetaphern und im Mythos, alles in der Welt ließe sich komplett durch deterministische Naturgesetze erklären. Die Physik hat sich in einem schmerzhaften Prozess vom mechanistischen Weltbild gelöst. Doch in der Biologie bleiben überholte mechanistische Vorstellungen bis in die Hirnforschung hinein wirksam.
Falkenburgs Buch möchte die Debatte um Geist und Gehirn, freien Willen und Determinismus endlich davon befreien; es eröffnet den Weg zu einem differenzierteren Naturverständnis und Menschenbild. Aus Sicht von Neurobiologen regiert das neuronale Geschehen im Kopf unser Bewusstsein. Als Physikerin und Philosophin hinterfragt die Autorin in diesem Buch die Aussagen von Hirnforschern und stellt fest, dass die Neurobiologie an längst überholten mechanistischen Vorstellungen festhält und dadurch zu Fehlschlüssen über den menschlichen Geist und den freien Willen gelangt. Der Band liefert die Grundzüge einer Wissenschaftstheorie der Hirnforschung und weist damit den Weg zu einem differenzierteren Naturverständnis und Menschenbild.Aus der Sicht der Neurobiologie regiert im Kopf das neuronale Geschehen. Doch was wissen die Hirnforscher genau über die Mechanismen des Hirngeschehens und ihren Einfluss auf den menschlichen Geist? Dieser Frage geht Brigitte Falkenburg nach. |

Unter den philosophierenden Theologen des späten Mittelalters ist Meister Eckhart (ca. 1260-1328) eine singuläre Erscheinung. Im Widerstreit der theologischen und philosophischen Meinungen hat sein Werk eine recht unterschiedliche Bewertung erfahren. Den einen galt Eckhart, der in seinen lateinischen Werken streng und präzis war und dessen mittelhochdeutsche Schriften zu staunenswerten spekulativen Höhen aufsteigen, als ein wenig origineller Adept des großen Thomas von Aquin, den anderen als religiöser Revolutionär mit ingeniösen Zügen. Norbert Winkler legt die Schwerpunkte dieser Einführung auf die Metaphysik, die Intellekttheorie und die Ethik Eckharts. |

 | | Die Seele Erklärungen zu den drei Büchern des Aristoteles ‚Über die Seele‘ Aquin, Thomas von 2012, 453 S, Gb, (Ontos) Bestell-Nr. 231380
98,00 EUR Bestellen |
Die drei Bücher über die Seele sind die vollendetste und in sich abgeschlossenste Schrift, die wir von Aristoteles besitzen. Die Auslegung, die Thomas von Aquin dazu gab, ist die umfassendste, tiefste und bestverständlichste Erklärung, die je zu diesem aristotelischen Werk geschrieben wurde. Der aristotelische Text und die Auslegung des Aquinaten sprechen für sich selbst. |

Sowohl die Prägung unserer Kultur als einer Wissenschaftskultur als auch die Einsicht, dass eine umfassende Weltdeutung einer Vielzahl wissenschaftlicher Disziplinen und unterschiedlicher Methoden bedarf, sind Ergebnisse der mittelalterlichen Auseinandersetzung einer auf Offenbarung beruhenden religiösen Weltsicht mit einer paganen Weltdeutung. Die damit verbundene Herausforderung begegnet dem lateinischsprachigen christlichen Mittelalter in Gestalt der antiken Philosophie und ihrer arabischen und hebräischen Interpretationen. Albertus Magnus (etwa 1200–1280) hat diese Auseinandersetzung, die ihren Höhepunkt im 13. Jahrhundert hat, wie kaum ein anderer Denker mit bestimmt. Sein wissenschaftliches Lebenswerk umfasst das ganze Spektrum der Philosophie, der Naturwissenschaft, der systematischen wie der biblischen Theologie. Darin berücksichtigt Albert neben den biblischen und patristischen ebenso aristotelische und neu platonische Quellen, die er mit einem beispiellosen Zugriff, vervollständigt durch eigenständige Schriften, in einem geordneten System der Wissenschaften vereinigt.
Dieser Band bietet erstmalig eine umfangreiche Zusammenstellung der einschlägigen wissenschaftstheoretischen Texte Alberts des Großen in einer lateinisch-deutschen Übersetzung. |

 | | So nicht, Epikur! Drei Schriften gegen Epikur aus den Moralia Plutarch 2011, 190 S, Kt, (Akademie) Bestell-Nr. 231376
19,80 EUR Bestellen |
Der griechische Schriftsteller Plutarch lehnte Epikurs Philosophie, die die Lebensfreude in den Mittelpunkt stellt, entschieden ab. In dieser Auswahl aus den "Moralia" unterzieht er den Hedonismus Epikurs einer scharfen Kritik. Galt Plutarch bisher vor allem als Chronist, erweist er sich nun als brillanter Denker. Die hier versammelten Texte sind Glanzstücke antiker Rhetorik und Polemik. |

Die Untersuchung umfasst zwei Texte. Der erste Text "Metaphysik - Unterschied - Erinnerung" analysiert Grundzüge der abendländisch-europäischen Metaphysik am Leitfaden des Begriffs des Unterschiedes. Auf diesem Wege stellt sich heraus, dass und wie die Erfahrung eines schlechthin Sich-Unterscheidenden die metaphysischen Grundstellungen von großen Denkern wie Platon, Aristoteles, Augustinus, Thomas von Aquin, Descartes und Kant prägt und trägt. Der zweite Text "Substanz und Leerheit. Vorbereitende Schritte für ein übersetzendes Gespräch zwischen abendländischer und buddhistischer Philosophie" ist ein Versuch, die abendländische Metaphysik für einen Dialog mit dem asiatischen Denken zu öffnen. Entscheidend ist hier das hermeneutische Gespräch mit der Substanz-Kritik des buddhistischen Denkers Nagarjuna. Beide Wege der Untersuchung gehören eng zusammen und verstehen sich als einen Beitrag zur Aufschließung des Horizontes, aus dem sich ein neues Verständnis von Metaphysik entwickeln könnte. |

Schelling Größe und Verhängnis Jaspers, Karl 1955, 346 S, Gb, (Piper) Bestell-Nr. 231244
20,00 EUR Bestellen |
"Schelling ist vielleicht der erste moderne Denker im Sinn einer unserer Welt zugehörigen geistigen Brüchigkeit. In glanzvollen Positionen, als Freund der ersten Geister seiner Zeit und von Königen, hatte er radikale Gedanken in konservativer Gestalt. Durch seine Größe wird er zum Urbild, in dem Genie und Zauberei eins werden. Er zieht an und kann ermutigen; stößt ab und kann lähmen. Ihn zu studieren bedeutet, uns selber besser zu verstehen, weil er uns bleibende Möglichkeiten unseres Zeitalters zeigt: den Übergang von Größe in Gebärde, von Wahrheit in Absurdität, von heller Mitteilung in Magie" (Jaspers).
EA. Tadelloses Ex. |

Ein Plädoyer für eine nachhaltige und menschengerechte Ökonomie. "Der ökonomische Markt ist nicht moralfrei", sagt der angesehene Philosoph Julian Nida-Rümelin und präsentiert sein Modell einer humanen Ökonomie.
Er glaubt an eine gut funktionierende Wirtschaftsordnung, die menschengerecht und nachhaltig ausgerichtet ist. Dabei sieht er darin keineswegs eine Utopie, sondern vielmehr eine praktikable Form, die unseren Alltag positiv verändern kann. Dieses Buch richtet sich an diejenigen, die über den Tag hinausdenken wollen, die über die Kritik an dem einen oder anderen gravierenden Fehlverhalten ökonomischer Akteure hinaus eine ethische Perspektive gewinnen wollen, die sich Gedanken machen, wie eine auf Kooperation und moralischen Werten basierende Wirtschaftsordnung in der Weltgesellschaft aussehen könnte. Julian Nida-Rümelin formuliert seine ausgereifte Vorstellung einer humanen Ökonomie, die den Menschen wieder in den Mittelpunkt rückt. |

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