Philosophische Bücher des Monats

Hegel, G.W.F: Vorlesungen ĂŒber die Ästhetik
Klassiker auslegen Bd. 40
Sandkaulen, Birgit (Hg)
2018, 276 S, Kt, (Akademie)
Bestell-Nr. 373481

24,95 EUR
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In seinen Vorlesungen ĂŒber die Ästhetik hat Hegel einen der wichtigsten und wirkmĂ€chtigsten BeitrĂ€ge zur Ästhetik und Philosophie der Kunst entwickelt. Von der systematischen KlĂ€rung der Idee des Schönen ĂŒber die geschichtliche Unterscheidung der symbolischen, klassischen und romantischen Kunstform bis hin zur Darstellung der einzelnen KĂŒnste (Architektur, Skulptur, Malerei, Musik, Poesie) werden alle relevanten Aspekte entfaltet und miteinander vernetzt. Eindrucksvoll ist nicht nur Hegels plastischer Zugriff auf die FĂŒlle konkreten Materials. Bedeutsam ist vor allem sein kulturphilosophischer Ansatz, der die Kunst auf dem Rang des "absoluten Geistes" als zentrales Medium menschlicher SelbstverstĂ€ndigung begreift. Die vieldiskutierte These vom "Ende der Kunst" in der Moderne hĂ€ngt damit direkt zusammen.

Hegel hat seine vier Berliner Ästhetik-Kollegien nicht selbst publiziert. Dieser Kommentarband orientiert sich an der Edition des Hegel-SchĂŒlers H.G. Hotho und zieht ergĂ€nzend die Nachschriften, insbes. des letzten Kollegs von 1828/29 hinzu. In dieser Form wird Hegels Ästhetik auf dem aktuellen Forschungsstand fĂŒr ein breites philosophisches und kulturwissenschaftliches Interessenfeld erschlossen.
 


Werke in zwanzig BĂ€nden

Hegel, Georg Wilhelm Friedrich:
1970, 21 Bde., Kt, (Suhrkamp)
Bestell-Nr. 382803

155,00 EUR
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Auf der Grundlage der Werke von 1832 - 1845 neu edierte Ausgabe. Redaktion Eva Moldenhauer und Karl Markus Michel. 20 Bde. und ein Registerband. Ein Band auf 10 Seiten mit Anstreichungen, UmschlÀge stellenweise lichtrandig, sonst gutes, sauberes Ex.
 


Was weiß Kunst?
FĂŒr eine Ästhetik des Widerstands
DĂŒttmann, Alexander GarcĂ­a
2018, 320 S, Gb, (Konstanz UP)
Bestell-Nr. 381533

29,90 EUR
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Was Kunst weiß, befreit, weil es das Wissen irre macht. Was ist eine schöpferische TĂ€tigkeit? Was ist ein LebensgefĂŒhl? Wie verhalten sich Kunst und Politik zueinander? Kann man einsam leben? Wie lĂ€sst sich eine IndividualitĂ€t denken, die Widerstand gegen den Konformismus der allgemeinen Vernetzung leistet? Einerseits enthĂ€lt die Kunst ein Wissen, das es erlaubt, Antworten auf diese Fragen zu finden. Aber dieses Wissen lĂ€sst sich nicht einfach in Aussagen formulieren. Andererseits fordert die Kunst jedes Wissen heraus, weil es ihr um etwas anderes zu tun ist: nicht um ein Wissen, sondern um ein Irren der Idee, um TrĂ€ume, in denen sich Sein und Schein berĂŒhren, um die Gleichzeitigkeit von Allem und Nichts, um ein Leben ohne Selbsterhaltung und Selbstbehauptung. Was weiß Kunst? ist ein philosophisches Buch, das sich gegen die heute in der Kunsttheorie und Kunstproduktion vorherrschenden Begriff des Wissens wendet. Denn dieser Begriff ist eingefĂŒhrt worden, um der Herausforderung der Kunst und der Philosophie - des Irrens, das zur Idee gehört - auszuweichen und dem ubiquitĂ€ren Diktat der Evaluation zu genĂŒgen. Was weiß Kunst? versucht, gegen das Vergessen, die VerdrĂ€ngung und die Ausschließung anzugehen, denen trotz aller Lippenbekenntnisse das Denken des zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhunderts preisgegeben wird, um die Philosophie in Professionalismus und Populismus aufzuteilen. Was weiß Kunst? will eine Kritik brandmarken, die den neoliberalen Zeitgeist bestĂ€tigt, nicht erschĂŒttert. Was weiß Kunst? will unzeitgemĂ€ĂŸ sein.
 


Wie berechenbar ist unsere Welt
Herausforderungen fĂŒr Mathematik, Informatik und Philosophie im Zeitalter der Digitalisierung
Mainzer, Klaus
2018, 41 S, Kt, (Springer)
Bestell-Nr. 381678

14,99 EUR
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Klaus Mainzer legt in diesem essential dar, dass die Zukunft von KI und Digitalisierung eine nĂŒchterne Analyse erfordert, die Grundlagenforschung mit Anwendung verbindet. Berechenbarkeits- und Beweistheorie können dazu beitragen, Big Data und Machine Learning sicherer zu bewĂ€ltigen. Dabei zeigt sich, dass die komplexen Herausforderungen der digitalen und analogen Welt in Grundlagenfragen der Mathematik, Informatik und Philosophie tief verwurzelt sind.
 


Wir

Garcia, Tristan
2018, 250 S, Gb, (Suhrkamp)
Bestell-Nr. 381727

28,00 EUR
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»Wir« zu sagen, ein »Wir« zu bilden ist die politische Handlung par excellence. Wie aber konstituiert sich ein politisches Subjekt? Wie funktioniert diese IdentitĂ€tsbildung? Und wie hat sie sich historisch in den letzten zwei Jahrhunderten entwickelt? Das sind die Fragen, denen Tristan Garcia in seinem neuen hochaktuellen Buch nachgeht. Eine fulminante Analyse der IdentitĂ€tspolitik. Der »Kampf der Kulturen«, die Debatte um »den« Islam, um GeflĂŒchtete, Rassismus, Feminismus oder »politisch korrekte« Sprache, um die Rechte der Tiere - immer geht es darum, im Namen eines »Wir« zu sprechen, sich abzugrenzen oder zu inkludieren, sich zu mobilisieren und zu organisieren. Die IntensitĂ€t dieser Wir-Bildungen nimmt wieder enorm zu. Garcia tritt einen Schritt zurĂŒck und entwirft ein allgemeines Modell, das anhand von Mechanismen der Konturierung, Überlappung und Priorisierung zeigt, wie solche Wir-IdentitĂ€ten gebildet werden. Und er erzĂ€hlt die Geschichte ihrer Dynamik, ihrer Kontraktionen und Extensionen: eine Geschichte von Herrschaft und Widerstand.
 


Über das GlĂŒck. De beatitudine
JubilÀumsausgabe zum 150jÀhrigen Bestehen der "Philosophischen Bibliothek"
Thomas von Aquin
2018, 273 S, Kt, (Meiner)
Bestell-Nr. 381343

15,00 EUR
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»Alle Menschen wollen glĂŒcklich sein« - so lautet ein Grundsatz der seit Platon und Aristoteles bis ins 18. Jahrhundert allgemein anerkannten eudaimonistischen, auf das GlĂŒck ausgerichteten Ethik, der auch Thomas von Aquin anhĂ€ngt. Doch was ist GlĂŒck? Was ist zum GlĂŒck erforderlich? Was macht den Menschen glĂŒcklich, und wie ist GlĂŒck erlangbar? Und ist es das höchste Ziel fĂŒr jeden Menschen? Das sind die Fragen, die Thomas in den fĂŒnf Abschnitten seines Traktats erörtert und auf eine Weise beantwortet, die auch heute noch zu beeindrucken vermag und Orientierung gibt.
 


Über die Klarheit unserer Gedanken / How to Make Our Ideas Clear

Peirce, Charles S.
2018, 4.A., 178 S, Kt, (Klostermann)
Bestell-Nr. 381170

19,80 EUR
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Charles S. Peirce (1839-1914) ist der BegrĂŒnder der Philosophie des Pragmatismus. Das Interesse fĂŒr Zeichen und deren Betrachtung unter dem Aspekt ihrer praktischen Konsequenzen im Handeln, das den Ansatzpunkt seiner Philosophie bildet, ist fĂŒr pragmatisches Denken bis heute verbindlich geblieben. Mit diesem Ansatz wurde Peirce auch zum BegrĂŒnder der Semiotik und der Relationenlogik. Sein Handlungsbegriff bildet bis heute eine wesentliche Grundlage handlungstheoretischer Diskussionen. Der Aufsatz "How to Make Our Ideas Clear", den dieser Band im Original und in deutscher Übersetzung bringt, formuliert die entscheidenden Argumente, die zur Theorie des Pragmatismus gefĂŒhrt haben. Die Ausgabe enthĂ€lt Einleitung, Übersetzung und einen ausfĂŒhrlichen Kommentar von Klaus Oehler und ein neues Nachwort von Edward Craig.
 


Über die Schönheit der Seele
Sieben Briefe an eine wiedergefundene Freundin
Cheng, François
2018, 160 S, Gb, (Beck)
Bestell-Nr. 381190

18,00 EUR
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Vierzig Jahre ist es her: Ein noch wenig bekannter Schriftsteller sitzt in der Pariser Metro einer Frau gegenĂŒber, deren Schönheit ihn bewegt, ja erschĂŒttert. Sie erkennt ihn und spricht ihn an. Mehrfach treffen sie sich wieder, verlieren sich dann aber aus den Augen. Doch nun, Jahrzehnte spĂ€ter, erreicht ihn ein Brief: In vorgerĂŒcktem Alter denke sie immer mehr ĂŒber die Seele nach. Und sie bittet ihn, ihr von der Seele zu erzĂ€hlen. Seine Antwort gibt François Cheng der fernen Geliebten in sieben Briefen, nachdem er selbst ein Leben lang nach den Geheimnissen der Seele gesucht hat. Tastend durchquert er die Landschaft in unserem Innersten und befragt die großen Weisen und Dichter des Ostens wie des Westens, des Altertums und der modernen Zeit. Dabei nĂ€hert er sich der Einsicht an, dass es am Ende doch - trotz allen EinsprĂŒchen der Moderne - die Seele ist, die bleibt, auch wenn Körper und Geist von SchwĂ€che befallen werden. Sie ist das Einzigartige und darum das Kostbarste in jedem Menschen und zugleich das Geschenk, das jeder in das Leben der Welt einbringen kann. François Chengs Briefe mit ihrem schlichten, poetischen, zarten Ton sind ein berĂŒhrendes Trostbuch fĂŒr unsere Zeit.
 


Zen-Buddhismus Schritt fĂŒr Schritt

Teske, Harry Misho
2018, 250 S, Gb, (Reclam)
Bestell-Nr. 381504

20,00 EUR
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Schritt fĂŒr Schritt fĂŒhrt Harry Misho Teske, Zen-Meister in Kiel, in den Zen-Buddhismus ein. Es geht dabei um echtes, authentisches Zen in der Tradition der japanischen Rinzai-Schule. Zen bedeutet Üben, fortwĂ€hrendes, nicht nachlassendes Üben; das Ziel ist die vollstĂ€ndige Erleuchtung. Der Weg dahin ist nicht leicht, aber einfach: Zazen, das Sitzen in Stille. Was dabei zu beachten ist, wo Gefahren lauern, wie Hindernisse ĂŒberwunden werden können, darĂŒber informiert dieser Band. Illustriert ist das Buch mit farbigen Bildern von Christian Meier, der den klassischen Zyklus der zehn Ochsenbilder, die den Weg des Zen-SchĂŒlers veranschaulichen, neu interpretiert hat.
 


Zerrissene Moderne
Descartes bei den Neukantianern, Husserl und Heidegger
Kellerer, Sidonie
2018, 294 S, Kt, (Konstanz UP)
Bestell-Nr. 381544

36,90 EUR
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Wie ist die Moderne zu begreifen? Konnte die Philosophie, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts zum Anachronismus zu werden drohte, diese Frage noch beantworten? Die hier untersuchten Deutungen und Umdeutungen von RenĂ© Descartes als Galionsfigur des neuzeitlichen Denkens gelten den Herausforderungen und WidersprĂŒchen der Moderne. Sie bleiben ĂŒber ihre Verstrickung in den Totalitarismus hinaus bedeutsam.
 


Hans Jonas
Etappen seines Denkwegs
Theis, Robert
2018, 61 S, Kt, (Springer)
Bestell-Nr. 382716

14,99 EUR
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Dieses Buch widmet sich dem Werk des Philosophen Hans Jonas und zwar aus dem Blickwinkel der Entwicklung seines Denkens. Die frĂŒhen Studien ĂŒber die spĂ€tantike Gnosis bilden den Ausgangspunkt. Hier stĂ¶ĂŸt Jonas auf ein Thema, das er in seinem gesamten spĂ€teren Werk kritisch diskutiert, nĂ€mlich das des weltfeindlichen Dualismus. In den ab den 1940er-Jahren entworfenen Studien zu einer philosophischen Biologie wird der Versuch unternommen, den Menschen in seiner leib-geistigen Verfasstheit bis hin zu seinen höchsten symbolischen Ausdrucksformen aus dem Prozess der gesamten Evolution heraus zu deuten und damit implizit die Weltfeindlichkeit der Gnosis zu widerlegen. In seiner Ethik der Verantwortung, die er in dem 1979 veröffentlichten berĂŒhmten Prinzip Verantwortung systematisch vortrĂ€gt, findet sich gleichsam die ethische Seite der Überwindung der Gnosis, nĂ€mlich, dass der Mensch Verantwortung fĂŒr eine Welt zu ĂŒbernehmen habe, in der auch zukĂŒnftige Generationen menschenwĂŒrdig leben können. In seinen letzten metaphysisch-theologischen Vermutungen dann wird die Problematik der Verantwortung mit Blick auf einen in der Schöpfung selber werdenden Gott hin thematisiert.